Alchemie und Paracelsusmedizin
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Leseprobe Michis lächelnde Weinkunde Spaniens

Im oberen, nördlichen Bereich wächst alles Gute und Erstrebenswerte auf einer imaginären Linie von Pontevedra (Galizien) über Valladolid (Castilla y Leon- Ribera de Duero) über Haro-Logroño (Rioja) bis diese Linie etwa 100 km südlich von Barcelona auf die Küste trifft. Das nennt man die „Franja Norte“ oder „nördlicher Weinstreifen“

Dazu parallel existiert die „Franja Sur“ oder „Südlicher Weinstreifen“ der von Valdepeñas über Jumilla (24), Yecla (60) nach Alicante (3) zieht. Der südlichste Punkt ist Bullas (9). Hier werden die härtesten Rotweine Spaniens gezähmt.
Seit der Weinrevolution von Priorato und der Abschaffung des Verbotes, Reben zu wässern, hat sich dieser südliche Streifen wesentlich verändert. Im „Reich der Monastrelltraube“ wie die hier ansässige Traubenart heißt (und Verbreitung bis in den Süden der Rhone in Frankreich als Mougavre Traube reicht) wird hochqualitativer Rotwein gekeltert. Ihr altes Problem, viele Alkoholprozente und geringe „Härte“ (Tartratrückstände oder auch „Weinstein“) wurde behoben mittels Tartratkorrektur, der Alkohol reduziert durch gezieltes Wässern der Reben.
Hier stehen Rebstöcke die seit den Zeiten der Exportschwemme in das Römische Reich des 2. Jahrhunderts vor Christus aus Bullas sich kaum verändert haben. Damals wie heute wurden Trauben langsam durch im Erdreich eingelassenen Tongefäße mazeriert und vorvergoren, kalt gepresst und in langen 2. und 3. Gärungen miteinander in das Holz gebunden. Früher wurden die Amphoren versiegelt und mit Schiffen nach Rom gebracht, bis 1990 wurden die Weine in einem 3. oder 4. Arbeitsschritt oxidativ in riesigen Fässern „alt“ zerlagert bis sie metastabil waren, also nicht mehr „rosten“ konnten. Weine mit Geschmack nach Rosine und Alkohol bis 17° waren keine Seltenheit („Bodegas Delampa“)
 
 
Dr. Michaela Dane       info@michaela-dane.com