Alchemie und Paracelsusmedizin
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Leseprobe : Lebendige Paracelsusmedizin

Der Patient stellt sich als „Sonne“ heraus.
Diskussion:
Auf dem Feld ging es ihm gut, als aber die Probleme in Beziehung und Finanzen zunahmen wurde er „allergisch“ auf Graminifera und vereinzelte Pollen (Olivenblüte… Er gab den familiären Betrieb auf. Er wollte Musik studieren, was auf Geldgründen nicht möglich war. Er startete in der Pappfabrik und wurde bald unentbehrlich, aber je länger er dort arbeitet, desto mehr „Allergien“ traten auf. Antiallergika funktionieren kaum, die Bronchialtherapie wurde nicht ausreichend erläutert, er verwendete die Medikamente falsch.
„Sonnenpatienten“ sind häufig beim Arzt aufgrund von Allergieproblematik. Das „Verschatten“ ihrer strahlenden Qualitäten bringt sie immer aus dem Gleichgewicht. Eine Behandlung sollte in jedem Fall mit dem Ausleiten / Drainieren von Allergenen und Bindegewebssäuberung beginnen.
Der nächste Schritt kann eine homotoxische / Homöopathische Behandlung der Stufe I sein, ein unterdrücken von Symptomen halte ich als zu riskant, da es die Permeabilität der Schleimhäute verändert / erhöht, und das weitere Eindringen von Allergenen in den Körper fördert. Trotzdem muss immer eine ausführliche Erläuterung zur Medikationseinnahme durchgeführt werden, sowohl für akute und Langzeit Bronchialtherapeutika, ein Thema, dass in den meisten Arztkonsultationen viel zu kurz kommt. Man kann eine akute Atemnot nicht riskieren.
Direkt darauf stellt sich die Frage nach den Auslösern: wie so oft, ist der Auslöser variabel, er hängt an den jeweiligen Umständen und passt sich der Situation an. Es will so scheinen, als ob der Patient auf alles „allergisch“ reagieren wird, was gegen seinen Willen ist. Seine familiäre Situation lässt ihn nicht im Mittelpunkt stehen: er versucht seine eigene Welt zu schaffen, wagt es aber bisher nicht wirklich.
Der psychologische Hintergrund ist (wie fast immer) ein gewaltiges Problem: zweit / drittgeborene Patienten die sich nicht ausreichend gefördert fühlen neigen stark zur Unterdrückung ihrer Wünsche, was mit dem Symptom „Allergie“ als Reaktion auf Allergenunterdrückung identisch scheint. Gleichzeitig ist der Wunsch nach Anerkennung nicht weniger stark als bei anderen, und somit der Konflikt noch stärker ausgeprägt als sonst.
Die häusliche Bindung behindert ihn, sich ein freies Wirken und Schaffen außer Haus vorzustellen.
Nach dem Einweisen in den praktischen Umgang mit Medikamenten und dem Verordnen sonnentypischer Therapiemittel aus der Komplementärmedizin war der zweite therapeutische Punkt Homeo I einzusetzen im Sinne von Urtica urens, Sulphur, etc … sowie die Empfehlung von Spagyrika auf Goldbasis. Zur psychischen Unterstützung wurde Homeo II in Hochpotenz empfohlen, damit er nicht Vergisst welche Ziele es zu erreichen gilt.

An dritter Stelle wurden ihm Wege aufgezeigt wie er seine Musik und sich in den Mittelpunkt bringen konnte, in eine eigenständige Unabhängigkeit zu gehen. Zum Beispiel am Wochenende an Plätzen und Gebäuden zum musizieren und Geld sammeln, Abendkurse Fortbildung besuchen, Papier/Pappeproduktion drinnen und draußen zu verbinden, an Ausschreibungen teilzuhaben und Anträge auf Musikstipendium ausfüllen…)

Verlauf:
Die Wirkung war eine maximale Anpassung an die gegebene Arbeits- und Familiensituation innerhalb von einer Woche ohne neuerliche asthmatischen Engpässe. In weniger als 3 Monaten hatte sich die Situation vollkommen gewandelt, emotional, Abhängigkeitsmäßig im Umgang mit der Familie, und er sucht nach einem Weg zum Fulltime-Musiker.
 
Dr. Michaela Dane       info@michaela-dane.com